Ein Jahr nach dem Erdrutsch

Ein Jahr nach dem Erdrutsch haben wir alle, die hier in der Bucht von Argaga Anwohner sind (vecinos de Argaga), noch immer keinen offiziellen Zugang zu unserem Zuhause und unseren Unternehmen. Von den Politikern und Verantwortlichen in der Verwaltung haben wir bislang nichts als schöne Worte und viele leere Versprechungen bekommen.Ein Jahr nach dem Erdrutsch BANNER Finca Argayall (La Gomera)

Obwohl sie rechtlich dazu verpflichtet sind, uns einen Zugang zu ermöglichen, scheinen sie nicht in der Lage oder Willens das zu tun.

Vor allem in Notfällen brauchen wir die Strasse. Und sie sollte dafür abgesichert werden. Der Berg könnte und sollte stabilisiert werden. Aber darüber will niemand auch nur sprechen. Wir hatten bereits zwei Notfälle, haben 112 angerufen, und niemand ist uns zur Hilfe gekommen.

Vor allen deshalb wurde in mühevoller Arbeit, von Hand, über die letzten Monate ein befahrbarer Pfad über den Steinhaufen geschaffen, damit im Fall des Falles, Menschen hier heraustransportiert und gerettet werden können, sollte das Meer zu wild sein und einen Transport per Boot unmöglich machen.

Und das Meer wird wild sein und die Wellen zu hoch. Denn der Winter steht vor der Tür. Das bedeutet auch, das wir, die wir hier wohnen, keine Chance haben, nachhause zu kommen.

In einem Jahr haben es die Verantwortlichen nicht geschafft, uns einen alternativen Zugang zu unserem Zuhause zu ermöglichen.

Wir brauchen diesen Zugang jetzt. Das ist es, was unser Transparent allen Verantwortlichen und der Welt da draußen so laut und deutlich es geht, sagen will.

Wir haben ein von allen Eigentümern unterzeichnetes Gesuch eingereicht, bei den Bürgermeistern vom Valle Gran Rey und von Vallehermoso und beim Inselpräsidenten Casimiro Curbelo.

Wir haben ein Video Statement und eine PresseErklärung rausgeschickt.

Am 15.November 2021, kam dieser Bericht in den Abendnachrichten von TV Canarias: